Das Ruprechtskraut – Geranium robertianum

Das Ruprechtskraut - Geranium robertianum

Ein schönes Wildkraut für den Schatten ist das Ruprechtskraut, manchmal auch Stinkstorchschnabel genannt, aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniacea). Die botanische Bezeichnung für die Art lautet Geranium robertianum. Die hübsche Pflanze wächst oft an schattigen Plätzen und hier wurde sie auch schon von unseren Vorfahren im Garten kultiviert, welche das Ruprechtskraut als traditionelles Volksheilmittel schätzten. Heutzutage ist es jedoch eher wegen seiner Schattenverträglichkeit und der natürlichen Schönheit beliebt.

Trotz der erwähnten Eigenschaften wird das Rubrechtskraut im Garten jedoch immer seltener, da zahlreiche andere Geraniumarten und -sorten gezüchtet werden, welche optisch offenbar attraktiver sind als die wilden Versionen. Für eine naturnahe Gartengestaltung sind die Wildformen allerdings die bessere Wahl und vor allem die Wildstaude Geranium robertianum bietet hierbei einen wunderschönen Anblick:

Die Schattenpflanze wird bis 50 cm groß und besitzt dabei einen lockeren Habitus mit rötlich gefärbten Trieben, die sich kriechend ausbreiten und mithilfe kleiner Härchen auch niedrige Hinternisse überwachsen können. Die Blätter des Ruprechtskraut sind hellgrün gefärbt und bestehen aus gelappten Teilblättchen, in der Draufsicht sieht das ein bisschen aus, wie ein stark stilisierter Tannenbaum. Zusammen mit den rötlichen Trieben wirkt die Blattfärbung in dunklen Gartenbereichen sehr effektiv.

Besonders gut zu dieser farblichen Komposition passt die schöne Blüte von Geranium robertianum, welche sich ab Mai zu zeigen beginnt und meist bis in den Herbst hält. Dabei handelt es sich um Einzelblüten mit fünf Blütenblättern, welche zart rosa bis helllila gefärbt und zudem mit weißen Streifen versehen sind, was sehr hübsch und zierlich aussieht. das gilt auch für die späteren Früchte der Pflanze, die mit ihrer langen Granne aussehen, wie der Schnabel eines Storches.

Im Garten wie in freier Wildbahn bevorzugt die Staude einen schattigen Standort mit einem vorzugsweise frischen bis feuchten Substrat, das nicht unbedingt besonders nährstoffreich sein muss. Dadurch eignet sie sich sehr gut auch für den Einsatz in dunklen Mauerecken von Natursteinmauern, Steingärten mit Schotterflächen, etc. und ist generell sehr anspruchslos und pflegeleicht.


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