Der Wald-Geißbart – Aruncus dioicus

Der Wald-Geißbart - Aruncus dioicus

Problemlos im Schatten gedeiht der Wald-Geißbart, eine sehr gute Wildstaude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), mit dem botanischen Namen Aruncus dioicus. Die Staude ist ursprünglich in den Wäldern Europas und dem Kaukasus beheimatet und daher sehr gut an die dort vorherrschenden Standortbedingungen angepasst: Sie mag es gerne schattig und feucht, sehr gut wächst sie unter und zwischen größeren Gehölzen.

Der Wald-Geißbart kann für eine Staude recht groß werden, das Laub wächst bis zu 1 m hoch, während die Wuchshöhe der Blütenstände gut 1,8 m betragen kann. Es gibt allerdings auch andere Aruncusarten und Sorten im Handel, die nicht ganz so groß werden wie die Wildform oder sogar recht klein bleiben. Allen gemein ist der horstbildene Habitus und eine oftmals verholzende Stängelbasis, beides besonders stark bei Aruncus dioicus ausgeprägt.

Auch das Laub der Wildstaude, welches an der unverzeigten, aufrechten Sprossachse steht, ist verhältnismäßig groß bis riesig: Die zwei- bis dreifach unpaarig gefiederten Blätter können (in seltenen Fällen) ebenfalls bis zu 1 m lang werden, wobei der Blattrand der Blättchen scharf und unregelmäßig gesägt ist. Die Laubblätter sind zudem sommergrün und dabei dunkelgrün gefärbt, hier gibt es allerdings auch andersfarbige Zuchtformen, die teilweise auch schöne Herbstfärbungen zu bieten haben.

Im Juni erscheinen dann die bemerkenswerten Blüten des Wald-Geißbartes. Hierbei handelt es sich um traubig angeordnete Ähren, die von Weitem aussehen wie kleine Rastalocken. Die Blütenstände sind etwa 30 cm lang und sehr häufig auch überhängend. Die Blüten und auch die später erscheinenden Früchte sind sehr dekorativ und lange haftend, dadurch eignen sie sich auch hervorragend zur Dekoration in der Vase, etc.

Wer Aruncus dioicus im eigenen Garten haben möchte, sollte einen schattigen bis halbschattigen Standort zu bieten haben, der dem natürlichen Habitat des Wald-Geißbartes nahe kommt. Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein, feuchte Substrate werden dabei sehr gut vertragen. An guten Standorten ist die Pflanze dann eine sehr gute und ausdauernde Wildstaude für den Schatten, die jeden naturnahen Garten bereichert.


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